Hermann Hirtl: Ich und die Wiener Hochflugtauben 23.03.2012

Ein Bericht aus Österreich

Ich züchte seit meinem fünften Lebensjahr gemeinsam mit meinem Vater Tauben. Zuerst hatten wir Elsterkröpfer alter Zuchtrichtung, die noch sehr gut ums Haus flogen und auch felderten. Danach sind noch Brieftauben hinzugekommen. Vor 15 Jahren suchte ich Elsterkröpfer alter Zuchtrichtung, da wir nur mehr zwei Paare hatten und nur noch langbeinige neuer Zuchtrichtung zu finden waren. Ein Arbeitskollege gab mir den Tipp ich doch einmal auf dem Sonntägigen Taubenmarkt in Wien Penzing umzusehen. Also fuhr ich auf den Taubenmarkt. Elsterkröpfer fand ich keine aber in einem Käfig sah ich Tauben die mir sofort gefielen. Sie waren klein, weiß mit schwarzen Flügelspitzen und schwarz gesäumten Schwanz. Ich sprach den Verkäufer auf diese Tauben an aber sie waren schon verkauft. Er teilte mir aber mit, dass es Wiener Hochflugtauben sind.

Wiener Hochflugtauben?

Von solchen Tauben hatte ich noch nie etwas gehört. Mein Interesse war geweckt und so fuhr ich am nächsten Sonntag wieder auf den Markt. Ich konnte zehn WH von einem Wiener Jauker Josef Bertolasi, mit dem ich auch heute noch befreundet bin und der mir viel Auskunft über die Tauben gegeben hat, kaufen. Es waren alles Hellstörche teils mit leichten Spritzern am Hals. Als ich sie zum Ersten mal fliegen sah wußte ich, dass ich nur mehr diese Tauben züchten wollte. Ich versuchte so viele Informationen wie möglich über diese Taubenrasse mittels Besuche bei Jaukern sowie Bücher, Zeitschriften und Internet zu bekommen. So entdeckte ich im Büchershop der Geflügelbörse zwei Filme von Peter Heindl über WH. Beim Ansehen der Filme sah ich Aufnahmen von Johann Schloßnickel und seinen rotgestrichten WH. Die Tiere gefielen mir so gut, dass ich unbedingt welche haben wollte. Leider waren keine zu bekommen. Erst einige Jahre später bekam ich von Ing. Franz Greilinger und Peter Heindl rotgestrichte WH. Die Beiden haben die Tauben von Schloßnickel übernommen, als dieser mit der Zucht aufhörte.

Zu den Flugleistungen der Tauben: Ich habe die Tauben nach Farbschlägen getrennt geflogen. Die Hellstörche fliegen um die drei Stunden, steigen sehr schnell und werfen auch super. Die Rotgestrichten fliegen etwas ruhiger, werfen auch gut, fliegen aber etwas länger. An manchen Tagen flogen sie um 8 Uhr aufgelassen, bis Mittag. Von der Figur her sind die Rotgestrichten auch stärker und größer. Jetzt lasse ich alle Farbenschläge nur mehr gemeinsam fliegen und das funktioniert auch sehr gut. Ich Züchte WH nun seit 15 Jahren, bin mit ihnen sehr zufrieden und kann sie nur jedem Züchter sehr empfehlen der Tauben gerne fliegen sieht. Ich möchte meinen Bericht mit den Worten von  Herrn Greilinger abschließen, der einmal sagte:
Ihre Figur, Farbe und Zeichnung, der Aufstieg und die Art des Fluges sind für mich einmalig.

Copyright 2011 Hermann Hirtl: Ich und die Wiener Hochflugtauben 23.03.2012.
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